Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Digital Seer OG
Rissaweggasse 2/25, 1100 Wien, Österreich
E-Mail: contact@digitalseer.at
Stand: Juli 2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der [FIRMENNAME] OG (nachfolgend „Auftragnehmer") und deren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") über die Erbringung von Webdesign-, Webentwicklungs-, Hosting-, Wartungs-, SEO- sowie Online-Marketing-Leistungen.1.2 Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (§ 1 UGB) als auch gegenüber Verbrauchern (§ 1 KSchG), sofern nicht ausdrücklich differenziert wird.
1.3 Abweichende oder entgegenstehende AGB des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, sofern der Auftragnehmer diesen nicht ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
2. Vertragsschluss
2.1 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.2.2 Ein Vertrag kommt erst durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch den tatsächlichen Beginn der Leistungserbringung zustande.
2.3 Mündliche Nebenabreden und nachträgliche Änderungen des Vertragsinhalts bedürfen der Schriftform, um Wirksamkeit zu entfalten.
3. Leistungsumfang
3.1 Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder Leistungsvertrag. Leistungen können insbesondere umfassen:- Konzeption, Design und Entwicklung von Websites und Webanwendungen
- Technische Umsetzung, Programmierung und Integration
- Bereitstellung und Verwaltung von Hosting und Webspace
- Wartung, Pflege und technische Betreuung von Websites
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Online-Marketing-Maßnahmen und Beratung
3.2 Leistungen, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen, gelten als Zusatzleistungen und werden gesondert berechnet. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber vorab über entstehende Mehrkosten informieren und entsprechende Zustimmung einholen.
3.3 Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Leistungserbringung qualifizierte Dritte (Subunternehmer) einzusetzen, ohne dass es einer gesonderten Zustimmung des Auftraggebers bedarf, sofern dies die Qualität der Leistung nicht beeinträchtigt.
3.4 Bei laufenden Hosting- und Wartungsleistungen wird eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresdurchschnitt angestrebt. Eine Garantie hierfür kann aufgrund von notwendigen Wartungsarbeiten oder höherer Gewalt nicht übernommen werden.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1 Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle zur Vertragserfüllung erforderlichen Informationen, Materialien und Inhalte (insbesondere Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten) rechtzeitig, vollständig und in geeignetem Format bereitzustellen.4.2 Verzögerungen, die auf unvollständiger oder verspäteter Mitwirkung des Auftraggebers beruhen, hat der Auftraggeber zu vertreten. Vereinbarte Liefertermine verschieben sich entsprechend ohne Haftung des Auftragnehmers.
4.3 Der Auftraggeber stellt sicher, dass alle bereitgestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind und keine gesetzlichen Bestimmungen verletzen. Er stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer Verletzung dieser Verpflichtung entstehen.
4.4 Freigaben und Feedback sind vom Auftraggeber innerhalb von 7 Werktagen nach Vorlage zu erteilen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine schriftliche Rückmeldung, gilt die vorgelegte Leistung als genehmigt.
5. Preise, Abrechnung und Zahlungsbedingungen
5.1 Alle angegebenen Preise verstehen sich in Euro (€) zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich als Bruttopreise ausgewiesen.5.2 Bei Projektaufträgen ist eine Anzahlung von 50 % des vereinbarten Nettogesamtpreises bei Auftragserteilung fällig. Die verbleibenden 50 % sind nach Fertigstellung und vor der Übergabe bzw. Liveschaltung zu entrichten.
5.3 Laufende Leistungen (Hosting, Wartung, SEO-Pakete) werden monatlich im Voraus in Rechnung gestellt.
5.4 Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz p. a. sowie pauschale Mahnspesen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen verrechnet.
5.5 Einwände gegen Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt schriftlich geltend zu machen. Danach gilt die Rechnung als anerkannt.
5.6 Eine Aufrechnung mit Gegenforderungen des Auftraggebers ist nur zulässig, wenn diese vom Auftragnehmer ausdrücklich anerkannt oder rechtskräftig festgestellt wurden.
6. Lieferung und Abnahme
6.1 Liefertermine sind, sofern nicht ausdrücklich schriftlich als verbindlich vereinbart, unverbindliche Richtwerte.6.2 Nach Fertigstellung der Leistung wird der Auftraggeber zur Abnahme aufgefordert. Wesentliche Mängel sind schriftlich zu rügen; geringfügige Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
6.3 Die fertige Website sowie sämtliche Zugangsdaten werden erst nach vollständigem Eingang aller offenen Zahlungen aktiviert und übergeben.
6.4 Für Verzögerungen infolge höherer Gewalt, Störungen bei Drittanbietern oder mangelnder Mitwirkung des Auftraggebers übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung.
7. Urheberrecht und Nutzungsrechte
7.1 Alle im Rahmen des Auftrags erstellten Werke (Design, Quellcode, Grafiken, Konzepte) unterliegen dem Urheberrecht des Auftragnehmers gemäß UrhG.7.2 Mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Entgelts räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den erstellten Werken für den vereinbarten Verwendungszweck ein. Eine Weiterlizenzierung an Dritte ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Auftragnehmers unzulässig.
7.3 Verwendete Open-Source-Komponenten, Frameworks und Drittanbieter-Elemente unterliegen den jeweiligen Drittlizenzen. Auf Anfrage informiert der Auftragnehmer über eingesetzte Drittkomponenten.
7.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, erbrachte Leistungen in seinem Portfolio, auf seiner Website und zu Referenzzwecken zu verwenden. Dem kann der Auftraggeber schriftlich widersprechen.
7.5 Materialien, die vom Auftraggeber bereitgestellt werden (Texte, Bilder, Logos etc.), verbleiben in dessen Eigentum. Der Auftraggeber versichert, über alle hierfür notwendigen Nutzungsrechte zu verfügen.
8. Gewährleistung
8.1 Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die erbrachten Leistungen zum Zeitpunkt der Abnahme den vereinbarten Spezifikationen entsprechen.8.2 Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung schriftlich zu rügen. Gegenüber Unternehmern gilt § 377 UGB; nicht fristgerecht gerügte Mängel gelten als genehmigt.
8.3 Der Auftragnehmer hat das Recht zur zweimaligen Nachbesserung. Schlägt die Nachbesserung fehl, kann der Auftraggeber Preisminderung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten.
8.4 Die Gewährleistungsfrist beträgt 2 Jahre ab Abnahme gegenüber Verbrauchern sowie 1 Jahr ab Abnahme gegenüber Unternehmern.8.5 Kein Gewährleistungsanspruch besteht für Mängel, die durch unsachgemäße Nutzung, eigenmächtige Änderungen durch den Auftraggeber oder Dritte, nicht vereinbarte technische Umgebungen oder externe Updates Dritter (z. B. CMS-Updates, Browseränderungen) verursacht wurden.
9. Haftungsbeschränkung
9.1 Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.9.2 Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, und dies begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
9.3 Die Gesamthaftung des Auftragnehmers ist auf den Nettorechnungsbetrag des jeweiligen Auftrags beschränkt.
9.4 Keine Haftung wird übernommen für:
- Ausfälle oder Datenverluste bei Drittanbietern (Hosting-Provider, Domain-Registrare, externe APIs)
- Datenverluste, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Auftragnehmers beruhen
- Erreichung bestimmter Suchmaschinenpositionen oder Werbeerfolge, da diese von externen Faktoren abhängen
- Inhalte, die vom Auftraggeber selbst auf der Website veröffentlicht oder eingepflegt werden
- Schäden durch Sicherheitslücken in eingesetzten Open-Source-Systemen oder Drittanbieter-Software, sofern der Auftragnehmer diese nicht kannte oder kennen musste
9.5 Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften des KSchG unberührt.
10. Laufzeit und Kündigung
10.1 Einmalige Projektaufträge enden mit vollständiger Erbringung der vereinbarten Leistung.10.2 Dauerschuldverhältnisse (Hosting, Wartungsverträge, SEO-Pakete) werden auf unbestimmte Zeit geschlossen, sofern nicht anders vereinbart, und können von beiden Seiten mit einer Frist von einem (1) Monat zum Monatsende schriftlich ordentlich gekündigt werden.
10.3 Das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Wichtige Gründe sind insbesondere:
- Zahlungsverzug des Auftraggebers über mehr als 14 Tage trotz Mahnung
- Wesentliche Verletzung von Vertragspflichten durch eine der Parteien
- Eröffnung eines Insolvenz- oder Konkursverfahrens über das Vermögen des Auftraggebers
10.4 Bei vorzeitiger Kündigung durch den Auftraggeber aus einem nicht vom Auftragnehmer zu vertretenden Grund sind alle bis dahin erbrachten Leistungen anteilig zu vergüten. Bereits geleistete Anzahlungen werden angerechnet.
10.5 Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses stellt der Auftragnehmer dem Auftraggeber alle Daten, Zugangsdaten und Arbeitsergebnisse in einem gängigen Format zur Verfügung, sofern alle offenen Forderungen beglichen sind.
11. Vertraulichkeit
11.1 Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen (Geschäftsdaten, Konzepte, technische Details, Kundenlisten) vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.11.2 Diese Verpflichtung gilt auch über die Dauer des Vertragsverhältnisses hinaus für einen Zeitraum von drei Jahren nach Vertragsende.
11.3 Von der Vertraulichkeitspflicht ausgenommen sind Informationen, die allgemein bekannt sind, ohne Verletzung dieser Verpflichtung bekannt wurden oder deren Offenlegung gesetzlich vorgeschrieben ist.
12. Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers ausschließlich zur Vertragserfüllung und Geschäftsabwicklung, in Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG 2018). Die näheren Informationen entnehmen Sie bitte der gesonderten Datenschutzerklärung auf unserer Website.13. Schlussbestimmungen
13.1 Es gilt das materielle Recht der Republik Österreich, unter Ausschluss der Kollisionsnormen des Internationalen Privatrechts sowie des UN-Kaufrechts (CISG).13.2 Als ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB und den darauf basierenden Verträgen wird das sachlich zuständige Gericht in [ORT] vereinbart, soweit gesetzlich zulässig. Gegenüber Verbrauchern gelten die zwingenden Gerichtsstandsregelungen der §§ 14, 83c JN.13.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
13.4 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform und sind nur wirksam, wenn sie von beiden Parteien unterzeichnet wurden.13.5 Für Verbraucher besteht die Möglichkeit, Beschwerden an die Online-Streitbeilegungsplattform der EU-Kommission zu richten: [https://ec.europa.eu/consumers/odr](https://ec.europa.eu/consumers/odr). Wir sind zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nicht verpflichtet und nehmen daran nicht teil.